25.9.2026

Mitgliederversammlung 2026 für das Geschäftsjahr 2025

im Gasthof Betz, Oberglaim, Gemeinde Ergolding

Tagesordnung

  1. Begrüßung mit Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Wahl des Protokollführers
  3. Tätigkeitsberichts des Vorstandes
  4. Bericht des Schatzmeisters
  5. Bericht der Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2025
  6. Beschluss über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2025
  7. Wahl von zwei Kassenprüfern auf zwei Jahre
  8. Sonstiges

Im Tätigkeitsbericht erläuterte 2. Vorsitzender Wolfgang Pest, dass seit der letzten Mitgliederversammlung im monatlichen Abstand – mit einer Ausnahme – Stammtische mit Schwerpunktthemen bzw. Vorträgen stattgefunden haben. Künftig soll abwechselnd ein Stammtisch mit und einer ohne vorgegebenes Thema stattfinden. Angebote von Mitgliedern für Vorträge sind dabei hoch willkommen.

Weiterhin berichtete Pest über den Stand des Server-Umzugs, der zwingend spätestens bis Jahresende abgeschlossen sein muss, da der bisherige Serverraum bei der Bayerischen Landesbank geräumt werden muss. Die Daten werden zuerst über die Datenletung zu den neuen Servern in Seefeld gespiegelt und erst dann die Hardware beräumt, da befürchtet werden muss, dass die Festplatten nach dem Herunterfahren nicht mehr anlaufen werden, aufgrund der langen Betriebszeit.

Der 2. Vorsitzende berichtete auch über die Einrichtung des Single-Sign-On-Zugriffs für möglichst viele der Dienste des LA-Net, das heißt, nur einmal anmelden und dann kein Passwort mehr benötigen. Vier Dienste sind bereits integriert:

  • Remote-Backup
  • Mastodon (Alternative zu “X” vormals “Twitter”)
  • Password-Manager
  • AI

Für Mastodon wird noch ein Moderator gesucht, ehe die Anbindung an das Fediverse erfolgen kann. Vereinsinternes “Twittern” ist bereits möglich.
Für AI muss noch eine Hardwarenachrüstung erfolgen, bevor die Antwortzeiten einigermaßen zumutbar werden. Das Modell wird lokal gehostet; Eingegebene Prompts gelangen nicht an externe Clouds.

Die neue Vereinsverwaltungs-Software easyVerein erlaubte es dem Schatzmeister, die Ein- und Ausgabepositionen detailliert den vier steuerlichen Sphären ideeller Bereich, Zweckbetrieb, Vermögensverwaltung und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb zuzuordnen. Dabei zeigte sich, dass in 2025 noch eine Unterdeckung bestand, die aber in 2026 für den ideellen Bereich durch entsprechende Maßnahmen bereits aufgeholt wurde und somit vorerst keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge erforderlich scheint, für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb jedoch eine Preiserhöhung für Leistungen unumgänglich sein dürfte.

Die Kassenprüfer hatten trotz eingehender Prüfung keine Beanstandungen; alle Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet.

Ein Mitglied beantragte die Entlastung des Vorstands. Diese wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.

Zu Kassenprüfern wurden erneut Martin Muermans und Markus Scheuermann gewählt.


11.9.2026

Stammtisch am Fr., 11. September

in den Ergoldinger Stuben

Das Thema dieses Stammtisches wurde diesmal nicht durch einen exklusiven Vortrag festgelegt, sondern unsere Absicht war es, dass diesmal alle Mitglieder und Nichtmitglieder sich gemeinsam über allgemeine Themen, Erfahrungen, Fragen und Probleme austauschen können.

Sieben Mitglieder und ein Nichtmitglied waren erschienen. Trotz oder gerade wegen der geringen Teilnehmerzahl entwickelte sich eine rege Diskussion über einen interessanten Sachverhalt: Die EEVO, die Diensteanbieter verpflichtet, Nutzerdaten auf Anforderung an Justizbehörden im EU-Ausland zu übermitteln.

Weitere Themen waren, wie man Fake-E-Mails sicher erkennt, sowie die allgemeine Sicherheit beim Online-Banking.

Unser Schatzmeister Daniel Dreifke übernahm die Moderation des Abends.


14.8.2026

Videos / Filme per KI erstellen: Potenziale und Grenzen

Unser 1. Vorsitzender Dr. Reinhard Höllerer refererierte über Möglichkeiten, die heutige “künstliche Intelligenz” für die computergenerierte Erstellung von Videosequenzen, sowie ganzer Spielfilme bietet. Dabei kam die damit verbundene Problematik nicht zu kurz.

Dr. Höllerer zeigte Videosequenzen eines Spaghetti essenden Will Smith (US-Schauspieler) mit realistisch wirkenden Kaubewegungen, die jedoch komplett per Computer erstellt wurden.

Derzeit entsteht ein Filmprojekt “Misaligned”, ein abendfüllender Kinofilm, eine “Hybrid-Produktion”, in der die Figur Tilly Norwood die Hauptrolle spielt, die jedoch komplett computergeneriert ist. In Hollywood gab es empörte Reaktionen der Schauspielergewerkschaft. Denn die Kosten für diese Figur werden auf 60.000 Dollar geschätzt, während eine echte Top-Schauspielerin mit einer Millionen-Gage für einen vergleichbaren Film zu rechnen hätte.

Das Hauptproblem, so Dr. Höllerer, ist jedoch, dass sich die Grenzen zwischen Realität und digitaler Fälschung im Internet rasant auflösen, da modernste Videomodelle (wie Sora, Kling oder Googles Veo) fotorealistische Sequenzen auf Knopfdruck erzeugen. Diese technologische Entwicklung führt zu einer massiven Flut von synthetischen Inhalten, die gesellschaftliches Vertrauen erschüttern und die Erkennung von Desinformation erschweren. So führen so genannte “Deep Fakes”, also künstlich erzeugte Videoclips, die einen realen Sachverhalt suggerieren sollen, zu Desinformation und Identitätsdiebstahl. Auf dem Arbeitsmarkt führen die neuen Möglichkeiten zu negativen Auswirkungen auf die Unterhaltungs- und Kraetivbranche. Das Urheberrecht hat sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wem die generierten Clips eigentlich gehören und welche Erzeugnisse für das Trainieren von Künstlicher Intelligenz verwendet werden dürfen.

Seit dem 2. August 2026 gilt eine europaweite Kennzeichnungspflicht für künstlich erzeugte oder manipulierte Bild-, Ton-, Video- und Textinhalte, um Täuschungen und Desinformation zu verhindern (AI Act, Artikel 50).

Zum Schluss stellte Dr. Höllerer noch ein YouTube-Video vor, das als Warnung dienen sollte, nicht mehr alles was wie eine Video-Aufnahme aussieht, für echt zu halten: https://www.youtube.com/watch?v=VG_busu4J3U


12.6.2026

Das eigene Bild – eine Skizze der Rechtslage

Unser Schatzmeister Daniel Dreifke skizzierte die Rechtslage rund um das eigene Bild. Anhand zweier Fallbeispiele erläuterte Dreifke die Rechtsnormen, die von diesen mutmaßlich berührt werden.

Daniel Dreifke skizzierte die Rechtsnormen, die mutmaßlich das Recht am eigenen Bild betreffen. Foto: W. Pest

Das Eigentum kann nur an Sachen ausgeübt werden. Sachen im Sinne des BGB sind nur körperliche Gegenstände. Statt dessen ist eine “Lichtbildwerk” ein geschütztes Werk, das zwar keinen Eigentümer, jedoch einen Urheber hat. Dieser darf sein Werk vervielfältigen, verbreiten und öffentlich wiedergeben. Er kann Anderen das Recht einräumen, das Werk zu nutzen. Er bleibt jedoch ein für alle Mal Urheber.
Abgebildete Personen haben aber auch Rechte. Denn Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung der Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Dabei gibt es aber Ausnahmen. Bilder, auf denen Personen nur als Beiwerk zu sehen sind oder bei Versammlungen oder ähnlichen Vorgängen, sowie im Rahmen der Kunstfreiheit, dürfen verbreitet werden.

Ab welchem Alter hat man ein Recht auf das eigene Bild? Ab Vollendung der Geburt! Aber: Eltern (bzw. Erziehungsberechtigte) entscheiden in der Regel über die Erteilung der Zustimmung. Kritisch ist es jedoch, wenn Eltern zugleich in der Rolle des Urhebers der Bildaufnahmen und als gesetzliche Vertreter ihrer Kinder handeln. Es könnte sich dann um ein unzulässiges Insichgeschäft nach BGB handeln. Außerdem gelten auch die so genannten Mündelrechte. Demnach sind ihre Würde der Mündel (Kinder) und ihr Wille zu achten und sie müssen an Entscheidungen beteiligt werden, die sie betreffen, soweit dies nach ihrem jeweiligen Entwicklungsstand angezeigt ist.

Dreifke betonte, dass die dargestellte Übersicht keineswegs den Anspruch der Vollständigkeit erhöbe und sich auch nicht für eine Rechtsberatung eignete.


8.5.2026

Patrick John stellte das Domain Name System, das “Telefonbuch des Internet” vor. Foto: W. Pest

Was bietet der Verein mir rund um Domains & DNS und was ist eigentlich dieses DNS (Domain Name System)?

Unser Mitglied und Ex-Vorsitzender Patrick John, Betreuer der vereinseigenen Technik, erläuterte die Funktionsweise des Domain Name Systems, quasi das Telefonbuch des Internet. vom Telefonbuch des Internets über die sichere Namensauflösung bis hin zur Frage, wie man überhaupt eine Domain sein Eigen nennt und wie man das ganze gegen Angriffe schützen kann.

Außerdem stellte Patrick den Stand der Umstellung des Rechenzentrums und die geplanten neuen Features vor.

Referent: Patrick John


10.4.2026

Open Source Programme müssen nicht zwangsläufig kostenlos sein, erläuterte Hartmut Goebel. Foto: W. Pest

Unser Mitglied Hartmut Goebel berichtete über Möglichkeiten von kostenlosen aber dennoch leistungsfähigen Programmen (Freeware / Open-Source)

Entgegen landläufiger Meinung bedeutet Open Source nicht das Gleiche wie Freeware. Freeware bedeutet kostenlos nutzbare Software. Open Source (quelloffene Software) hingegen ist ein Lizenzmodell und bedeutet im Wesentlichen, dass der Quellcode nicht verborgen, sondern veröffentlicht ist. Andernfalls spricht man konsequenterweise von Closed Source.

Dass quelloffene Software äußerst leistungsfähig sein kann, beweisen Software-Pakete wie:

  • Firefox
  • Thunderbird
  • Gimp
  • Libreoffice
  • VLC (Videobetrachtung)
  • VideoLAN
  • Linux
  • Android
  • OpenStack
  • Docker
  • PostgreSQL

Zitat von Niklaus Wirth (Software-Pionier; Schweizer Informatik-Hochschullehrer, Buchautor): “Man lerne am besten programmieren, indem man guten Progammcode liest.”

Dabei ist Open Source ein Erfolgsmodell.

Schleswig-Holstein stellt komplett auf OpenSource um. Schleswig-Holstein hat bereits 40.000 E-Mail-Konten von Microsoft Exchange auf Open-Xchange migriert.

Frankreich ebenfalls: La Suite numérique. Frankreich ersetzt Teams und Zoom bis 2027 mit LaSuite durch eigene Lösungen – gleichwertige Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace,

  • Seit Juli 2025 ist Tchap für alle Ministerien verpflichtend – ein deutliches Signal der strategischen Priorisierung
  • “Visio” Die KI-gestützte automatische Transkription mit Sprechererkennung
  • BigBlueButton-Basis für größere Veranstaltungen mit bis zu 350 Teilnehmern, Breakout-Rooms und Whiteboards

Das französische Militär setzt Matrix als Chat-Software ein.

Deutschland verfolgt mit openDesk einen ähnlichen Ansatz.

Selbstverständlich betreibt LA-Net e.V. seine gesamte Infrastruktur mit Open Source Software.

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Die Veranstaltung erfolgte in Zusammenarbeit mit: digitalcourage.de

Digitalcourage engagiert sich seit 1987 für Grundrechte, Datenschutz und eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter. Seit 2000 verleiht der Verein die BigBrotherAwards. Digitalcourage ist gemeinnützig, finanziert sich durch Spenden und lebt von viel freiwilliger Arbeit. Digitalcourage wendet sich beispielsweise gegen Vorratsdatenspeicherung und für Teilhabe ohne Digitalzwang


1.4.2026

Mein Verein

Die Landshuter Zeitung berichtete in ihrer Rubrik “Mein Verein”


13.2.2026

Sind wir Mobilfunkstrahlung schutzlos ausgeliefert?

Der folgende Text wurde der Landshuter Zeitung vorgeschlagen, jedoch nicht zur Veröffentlichung angenommen:

Künstliche elektromagnetische Felder sind wie ein weiteres Umweltgift zu betrachten und eine Vermeidung und Reduzierung der Exposition so gut es geht, ist anzuraten. Das war das persönliche Fazit von Manfred Schluttenhofer, IT-Experte im Ruhestand, bei seinem Impulsvortrag “Drahtlose digitale Technologien” im Rahmen des monatlichen öffentlichen Stammtisches des LA-Net e.V. in den “Ergoldinger Stuben” am Freitag, 13. Februar 2026.

Zellen, Gewebe und Organe in unserem Körper verständigen sich nicht nur über chemische Botenstoffe, sondern auch über elektrische Signale. Die Herzspannungskurven im EKG und die Gehirnspannungskurven im EEG oder die Muskelspannungskurven im EMG sind hierbei die offensichtlichsten Beispiele, führte Schluttenhofer aus. Dabei hätten sich während der Evolution lebende Organismen an sinusförmige, nicht polarisierte elektromagnetische Felder niedriger Frequenzen angepasst. Problematisch seien allerdings kurze, periodisch wiederkehrende Impulse wie sie bei WLAN, Bluetooth, Schnurlostelefonen und vor allem beim Mobilfunk Verwendung finden, weil nur hierdurch digitale Informationen dem Trägersignal aufgeprägt werden können.

Manfred Schluttenhofer zeigt auf die Projektionsleinwand, wo es um das natürliche elektromagnetische Spektrum geht
Gepulste elektromagnetische Strahlung sind wie potenzielle Umweltgifte zu behandeln, ist Manfred Schluttenhofer überzeugt. Foto: W. Pest

Die geltenden Grenzwerte für solche Strahlung basierten jedoch nur auf der Wärmeentwicklung im Körper bei kurzzeitigem Ausgesetztsein, so Schluttenhofer. Sie sind sehr unterschiedlich gefasst. So erlaubt die Schweiz in Innenräumen nur ein Zehntel der Strahlungsleistung wie die Bundesrepublik Deutschland. Ausschüsse für Technikfolgenabschätzung sowohl des Deutschen Bundestags als auch des EU-Parlaments berichten von zahlreichen Studien, die Begünstigung von Krebs, Autoimmunerkrankungen und Störungen der Fruchtbarkeit durch Einführung von 5G-Mobilfunktechnik befürchten lassen.

Doch jeder habe in seinem privaten Umfeld die Möglichkeit, die gepulste Strahlung zu reduzieren, durch Nutzung abgeschirmter LAN-Kabel statt WLAN, kabelgebundenes Telefon statt Schnurlostelefonen, kabelgebundenes Zubehör statt Bluetooth, Verzicht auf so genannte Smart-Home-Geräte, die Abschaltung mobiler Daten und WLAN im Mobiltelefon wenn nicht benötigt.


9.1.2026

Manfred Schluttenhofer stellte das Redaktionssystem WordPress für die Gestaltung von Web-Auftritten vor.

Im Gegensatz zu den früher gebräuchlichen HTML-Generatoren, mit dem man statische Webseiten erstellt, ist WordPress datenbank-basiert, das heißt, die Webseiten werden zur Laufzeit aus dem Inhalt einer Datenbank generiert. Die grafische Gestaltung richtet sich nach Stil-Bibliotheken, den so genannten “Themes”.
Zunächst stellte Schluttenhofer die grundsätzliche Archtitektur von WordPress vor. Beispielhaft demonstrierte er, wie der zur Laufzeit generierte PHP-Code aussieht, sowie die Datenbanktabellen, die dem zugrunde liegen.
Bereits jetzt wies Schluttenhofer deutlich auf notwendige Sicherheitsmaßnahmen hin, da WordPress aufgrund seiner Verbreitung häufig automatisierten Einbruchsversuchen ausgesetzt ist.
Um weitere Hilfsmittel zu nutzen, die im puren WordPress noch nicht enthalten sind, wie Shop-Systeme, Backup-Automaten und Anderes, existieren eine Vielzahl von Erweiterungen, so genannten Plugins, die jedoch ebenfalls Einfallstore für Angriffe sein können. Der Referent zeigte jedoch, wie man sich hier auf die sichere Seite begeben kann.
Anschließend demonstrierte Schluttenhofer eine von der Technik des LA-Net e.V. bereitgestellte jungfräuliche WordPress-Instanz und zeigte “live”, wie man auf dieser Basis Beiträge und Seiten generiert und sie mit Medien, zum Beispiel Bildern anreichert.

Erster Vorsitzender Dr. Höllerer kündigte an, dass dieser Einführung eine Reihe weiterer Abende zum selben Thema folgen werden.