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1997 waren Selbstbauanlagen "in". Heute bekommt man hochwertige Anlagen zum gleichen Preis von jedem
Heizungsfachbetrieb
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1996 wurde die Keimzelle gelegt für den Landshuter Solarboom
Zur Förderung der Solarenergie haben der Landkreis Landshut, die Stadt Landshut, die Heizungstechnikerinnung
Landshut- Dingolfing und die Bund- Naturschutz- Kreisgruppe im Jahr 1996 eine Aktion zur Förderung der Wärmegewinnung
aus Solarenergie gestartet. Mit dieser Aktion wurde in Stadt und Landkreis Landshut für die Installation von
Warmwasserkollektoren geworben. Über 40 Heizungs- und Installationsfachbetriebe hatten sich zur Teilnahme an dem vom
Bund Naturschutz ins Leben gerufenen "1 000- Dächer- Solarprogramm" bereit erklärt. Damit
sollten bis zum Jahr 2000 mindestens 1 000 neue Solaranlagen neu errichtet werden. Zahlreiche Veranstaltungen
und Ausstellungen des BN, zum Teil zusammen mit der Innung, und der sehr günstige Preis für eine Anlage
mit sechs Quadratmetern Kollektorfläche hatten daraufhin zu einem regelrechten "Boom" geführt.
Das Land Bayern gewährte für eine solche Anlage einen Zuschuss.
Diese Aktion war die Keimzelle für einen beispiellosen Solarboom in der Stadt und im Landkreis Landshut.
Mittlerweile belegen mehrere Gemeinden aus dem Landkreis Landshut die vorderen zehn Plätze in der Solarbundesliga.
Eine Umfrage des BN bei allen Bezirksregierungen im April 1998 brachte folgende Ergebnisse:
Bayerisches Programm zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien (Kollektoren im Altbau).
Quelle: BN Energiereferat
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Fördersumme
1997 (Mio. DM)
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ca. Investition
(Mio. DM)
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Kollektorfläche
(qm)
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Einwohner
(Mio.)
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Fördersumme
(DM/Einwohner)
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Oberpfalz
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1,50
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8
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4 400
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1,06
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1,42
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Mittelfranken
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2,30
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13
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6 800
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1,67
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1,38
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Oberfranken
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1,86
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11
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5 500
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1,11
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1,68
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Schwaben
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2,34
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13
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6 900
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1,73
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1,35
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Unterfranken
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1,64
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9
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4 800
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1,32
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1,24
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Niederbayern
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5,70
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34
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17 000
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1,15
|
4,96
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Oberbayern
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1,50
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8
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4 400
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3,99
|
0,38
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Gesamt
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16,84
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96
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49 800
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1,77 (Mittelwert)
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An den Zahlen wird deutlich, dass die Initiative niederbayerischer BN-Kreisgruppen (z.B. Rottal-Inn und Landshut)
seine Wirkung nicht verfehlt hat. Ein Beispiel dafür, dass beharrliche Lobbyarbeit für Natur und Umwelt
nicht nur immer ein Kampf gegen Windmühlenflügel ist, sondern auch messbare Erfolge bringen kann.
2001 greift der Solarboom über auf die Photovoltaik
Noch deutlicher als bei der Solarthermie, also der Gewinnung von Wärme aus Sonnenlicht zeichnet
sich der Boom bei der Photovoltaik, der Stromerzeugung aus Sonnenlicht ab.
Die bayerischen Bürger
haben mit 43 Prozent den Löwenanteil der bisher vergebenen Mittel aus dem so genannten 100 000-Dächer-Solarprogramm
der Bundesregierung zur Förderung der Solarstromtechnik abgeschöpft. Innerhalb Bayerns nimmt Niederbayern
die absolute Spitzenstellung ein und innerhalb Niederbayerns stehen Stadt und Landkreis Landshut einsam an der
Spitze. Bis Ende 2001 wurden im Landkreis 956 und in der Stadt 79 Photovoltaik-Anlagen gebaut oder zinsverbilligte
Darlehen dafür zugesagt. Damit ist eine Investitionssumme von ca. 29 Millionen Euro in den Landshuter Raum
geflossen, was einen Betrag von 193 Euro pro Einwohner ausmacht. Die Landshuter Gesamtsumme liegt also so hoch
wie die der schwächsten acht Bundesländer zusammen.
Bislang gibt es vom Freistaat Bayern keinerlei finanzielle Unterstützung für Solarstrom. Der Bund
Naturschutz appelliert an die Bayerische Staatsregierung, endlich mit eigenen Initiativen diesen Zukunftsmarkt
zu erschließen. Solarstromanlagen sind High-Tech-Kraftwerke, die auch noch Strom liefern werden, wenn die
alten Energieträger Uran, Öl, Gas und Kohle längst versiegt sind. Bayern könnte hier zum Weltmarktführer
werden. Denn wären überall in Bayern so intensiv Photovoltaikanlagen installiert und Fördergelder
beantragt worden wie im Landkreis, wären über 2 Milliarden Euro in den Freistaat geflossen, eine Wirtschaftshilfe
auf Abruf für die örtlichen Handwerksbetriebe und mittelständischen Unternehmen zur Schaffung neuer,
qualifizierter Arbeitsplätze.
Über den aktuellen Stand der Solarförderung können Sie sich hier informieren:
Solarserver
solarfoerderung.de
Solar-GmbH (Bürgerkraftwerke)
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