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// Senkung der Lebenshaltungskosten
Leben ist teuer und nicht jedeR kann es sich wirklich leisten - schon
gar nicht wenn versucht wird alternative Wege zu gehen und sich aus der
kapitalistischen Verwertungsmaschinerie und Lohnsklaverei weitestgehend
zu befreien. Dass diese Ablehnung bestehender Verhältnisse aber nicht
zwingend den totalen Verzicht auf materielle Annehmlichkeiten oder gar
Lebensmittelmangel bedeuten muss und wie Lebenshaltungskosten gesenkt werden
können, soll in diesem Text kurz umrissen werden.
Am Anfang war das Fressen Essen ist sowohl essentiell, als auch extrem angenehm - zumindest wenn die richtigen Zutaten vorhanden sind. Was gibt es aber für Möglichkeiten an den täglichen Mampf so günstig wie möglich, wenn nicht gar umsonst ranzukommen? Containern Containern ist eine sowohl effektive, als auch relativ unstressige Variante
um kostenlos an Essen zu gelangen. Jedes grössere Lebensmittelgeschäft
hat i.d.R. irgendwo auf dem Gelände (meist hinten, bei den Liefer
Eingängen) Container aufgestellt, die dazu dienen abgelaufene (bzw.
bald ablaufende), beschädigte oder natürlich auch vergammelte
(oft natürlich noch abgepackte) Lebensmittel zu sammeln und danach
meist wegzuschmeissen. Da ein Grossteil dieser Lebensmittel noch völlig
in Ordnung und verwendbar ist, aufgrund des abgelaufenen Haltbarkeitsdatums
jedoch nicht mehr verkauft werden darf ist es naheliegend sich solche Container
zu suchen und sich einfach das zu nehmen was mensch will / braucht.
VoKü VoKüs sind ja im Normalfall eh recht bekannt. Sie werden oft in Infoläden, AZs, auf Konzerten / Veranstaltungen oder in sonstigen linken Räumlichkeiten angeboten. Hier wird günstig bis völlig umsonst / auf Spendenbasis, meist warmes, vegetarisches / veganes Essen ausgegeben, was v.a. in den Großstädten dazu führen kann, dass mensch, wie z.B. in Berlin, von verschiedenen VoKüs auswählen kann bzw. sowohl in der Früh, als auch mittags und abends eine günstige / kostenlose Mahlzeit vorgesetzt bekommt. Food-Koops Lebensmittel Kooperativen (oder eben "Food-Koops") sind Zusammenschlüsse
von bspw. einzelnen Menschen, WGs oder Kommunen, die gemeinsam, möglichst
direkt bei den ErzeugerInnen in grossen Mengen Lebensmittel kaufen. Der
grosse Vorteil dieses Verfahrens ist v.a. dass durch den Kauf grosser Mengen
der Preisaufschlag des Einzelhandels entfällt, die gekaufte Ware somit
also deutlich günstiger wird und so auch ermöglicht werden kann,
sich für normalerweise teure ökologische Produkte zu entscheiden.
Weitere Möglichkeiten sind natürlich noch altbewährte
Dinge wie nach Ladenschluss bei Bäckereien etc. schnorren, die Tafeln
oder ähnliche Organisationen zu kontaktieren bzw. sich von ökologischen
Erzeuger - Verbraucher Zusammenschlüssen (in Teilen Bayerns, aber
auch in Städten wie Berlin oder in Teilen Österreichs ist das
z.B. das Tagwerk)
Gemüse-Kisten für wenig Kohle verkaufen zu lassen (hier gibts
bspw. das Prinzip der "Reste-Kisten", in denen noch verwendbares, aber
optisch nicht mehr in das Schönheitsideal passendes Gemüse und
Obst zu Spottpreisen verkauft wird).
Waren und Dienstleistungen Neben Lebensmitteln kann natürlich auch bei sonstigen Waren oder gar Dienstleistungen massiv gespart werden. Auch hier ein paar Beispiele und Anregungen: Umsonstläden Wunderbare Einrichtung, die nicht nur den Beschenkten, sondern auch
den Schenkenden durchaus von Nutzen sein kann und noch dazu auch sicher
viele zum Nachdenken anregt. Das Prinzip der Geschichte ist ganz einfach.
Leute die Sachen besitzen, die sie nicht mehr brauchen, die vielleicht
auch aus kapitalitstischer Sicht keinen Wert mehr haben, trotzdem aber
noch voll funktionstüchtig und zu schade zum wegschmeissen sind, bringen
sie in sog. Umsonstläden, wo sie von anderen Leuten kostenlos mitgenommen
werden dürfen (und auch wenns viele nicht glauben wollen - es werden
mehr als genug Dinge verschenkt so dass nicht nur zum Nehmen, sondern auch
zum Geben in die Umsonstläden gegangen wird!). Um was es sich jetzt
genau handelt ist im Grunde egal - ob Kleidung, Elektrogeräte oder
Bücher, alles kann gebraucht werden.
Tauschringe Tauschringe funktionieren im Grunde ähnlich den Umsonstläden,
dienen aber v.a. dem Tausch von Dienstleistungen. Prinzip hier ist, dass
sich jedeR der / die was anzubieten hat bei einer zentralen Stelle meldet
(egal ob jetzt bspw. im Internet oder lokal in irgendwelchen linken Zentren
oder Unis) und hier die Angebote gesammelt werden. Tja und jetzt kann getauscht
und massiv Geld gespart werden: Person X hilft z.B. der Person Y beim Einrichten
ihres PCs. Person Y repariert danach die kaputte Waschmaschine von Person
Z, während Person Z auf das Kind von Person X aufpasst und den Tauschring
somit perfekt macht. Es werden hier normalerweise keine "Geschäftsbeziehungen"
zwischen zwei Personen eingegangen, sondern es steht jedem / jeder die
gesamte Palette an Angeboten zur Verfügung. Als Gegenleistung muss
mensch sich selbst ebenfalls einbringen und die eigenen Fähigkeiten
kostenlos zur Verfügung stellen.
Messen Neben dem Buhlen der Konzerne und Unternehmen um das Geld des Kunden, können Messen auch für Menschen mit wenig Geld durchaus rentabel sein. Eigentlich geht's hierbei aber nicht um die Messe an sich, sondern eher um die Abbauphase. Logischerweise werden auf Messen unzählige Produkte präsentiert und ausgestellt. Diese Präsentations- bzw. Ausstellungsstücke werden von den Firmen aber meist nach den Messen nicht mehr benötigt, da sie ja schon gebraucht und somit nicht mehr zu verkaufen sind. Und genau hier kann jetzt angesetzt werden: während des Abbaus geht mensch durch die Hallen und sucht nach Sachen die er / sie benötigt. Wurde was gefunden haben die meisten Firmen i.d.R. kein Problem damit wenn die Teile kostenlos mitgenommen werden. Die Art der zu ergatternden Ware ist natürlich je nach Messe verschieden - von Elektrogeräten, über Handwerkerteile / Werkzeug bishin zu Büchern ist wahrscheinlich alles zu bekommen ... Finanz-Koops Die Finanz Kooperativen sind ähnlich den Food-Koops. Hier wird
anstelle von bspw. zehn verschiedenen Konten, nur ein Konto geführt
auf das dann jedeR der zehn TeilnehmerInnen sein / ihr Vermögen und
den laufenden Verdienst einzahlt, jedoch aber auch über das auf dem
Konto vorhandene Geld verfügen kann. In welcher Höhe ohne Rücksprache
pro Person verfügt werden darf muss vorher untereinander abgesprochen
werden und richtet sich natürlich nach der Höhe der insgesamt
verfügbaren Kohle. Grundgedanke hier ist es zum einen eine Art privates,
soziales Netz aufzubauen, sowie zum anderen für jedeN mehr Geld zur
Verfügung zu stellen.
Im Endeffekt sind das hier nur einige, wenige Möglichkeiten Geld im Alltag zu sparen und euch werden mit Sicherheit noch tausend andere Sachen einfallen. Falls ihr andere daran teilhaben lassen wollt schreibt mir einfach 'ne Mail, beschreibt die Möglichkeit und innerhalb kürzester Zeit (hm, naja ... hehe ...) wird die Sache hier veröffentlicht ... |