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Am 04.06.2001 sollte es endlich soweit sein - die allmächtigen
VICTIMS aus Schweden sollten die Hallen des JuZ Dorfen betreten und dort
ordentlich das Haus rocken - zusammen mit DESTROYER aus Hanau und INDIKATION
aus Regen. Naja, fangen wir mal von vorne an: gegen 15°° Uhr treff
ich mich mit 'nem Kumpel im örtlichen Infoladen um den Weg nach Dorfen
heldenhaft anzutreten - 5 kg Kartoffeln, 5 Baguettes und die notwendigen
Utensilien für 'ne lecker Currysauce im Gepäck. Irgendwann kommen
wir dann auch mal an und machen uns erstmal an's Werk die Kartoffeln zu
schälen - jo, super geile Arbeit, ich glaub ich werd Koch. Irgendwann
kommt dann so'n besoffener Penner in's JuZ und will Bier und nach Velden
gefahren werden - und das für unglaubliche 125,- DM. Naja, mein Kumpel
lässt sich nicht lange betteln und ich sitz alleine mit den Kartoffeln
da. Ewige Zeiten später erscheint mein Kumpel dann wieder im JuZ -
den Penner im Schlepptau ... na super, also die Nervensäge wieder
am Arsch. Egal, erstmal nach oben und das Kino zu 'nem Schlafraum umgestalten,
während unten der Mr. Chefkoch lecker am bruzeln is. Punkt 18°°
Uhr kommt dann die erste Band DESTROYER im JuZ an. Ein bißchen small
talk, rumführen und hoffen, dass das gesamte erforderliche Equipment
da ist. Irgendwann trudeln dann auch die Schweden ein, über die das
Gerücht umgeht, dass sie eigentlich bei MILLENCOLLIN spielen - mit
dieser Unterstellung wird aber im Laufe des abends noch aufgeräumt
und es wird uns klargemacht, dass MILLENCOLLIN nur gute Kumpels sind, aber
noch nie jemand von VICTIMS bei den Skatepunks gespielt hat ... na gut,
da sind wir ja beruhigt!? Zu guter letzt sind dann auch endlich INDIKATION
da und Aufbau und Soundcheck kann los gehn. Den Rest der Zeit verbringe
ich überwiegend mit rumstehen, hoffen, dass genug Leute kommen und
kiffen (Alk wurde mir vom Arzt verboten). Die Zeit vergeht und das JuZ
will sich nicht so richtig füllen, so dass wir gegen 22³°
Uhr dann endlich mit der ersten Band beginnen - INDIKATION, deren Sänger
leider noch rechtzeitig krank geworden ist und der deshalb leichte Probleme
mit den Stimmbändern hat fangen mit ihrem düsteren Crust an die
anwesenden Leute in ihren Bann zu ziehen - die bayerische Band wird auch
wirklich von Mal zu Mal schneller und besser ... irgendwie kommt der Sound
wieder mal ziemlich genial rüber, vor allem live. Der Sänger
kreischt und grunzt vor sich hin, von der Krankheit nichts zu spüren/hören.
Nach leider nur ca. einer halben Stunde und zwei Zugaben ist der Spuk auch
schon wieder zu Ende und die Band räumt völlig erschöpft
die Bühne - muss sagen, dass sie auch wirklich alles gegeben haben
- geil wars!!! Der Sänger Forrest bringt jetzt allerdings absolut
gar keinen Ton mehr raus ... scheint wohl doch ziemlich an den Stimmbändern
gezehrt zu haben das ganze Gegröhle!?
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