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Es begab sich zur Zeit der letzten Sommertage im September und sollte
das Ende der Open Air Saison besiegeln: the allmighty ROCK AM REGEN in
Regener Kurpark. Ich fuhr also irgendwann mittags allein und leider ohne
Radio (RIP!) daheim los, schleppte mich über die Rusel und kam irgendwann
ohne grössere Zwischenfälle am Ort des Geschehens an. Erstes
positives Moment war der Eintrittspreis von lächerlichen 3,- €,
sowie die ebenfalls billigen Bierpreise und die leckeren Veggieburger.
Also erstmal mit Verpflegung eingedeckt und durch die noch eher überschaubare
Meute gestreunt. Hier geratscht, da geredet und immer wieder den Forrest
beim Filmen genervt.
Die erste Band hatte bereits angefangen und spielte und spielte und
spielte. Sämtliche Sonx waren Coverversionen mehr oder weniger cooler
Charthits von Bands wie den Red Hot Chilli Ketchups, Bloodhound Gang, Metallica
usw und brachte gleich von Beginn an gute, ausgelassene Stimmung und die
eine oder andere vor sich hin tänzelnde Gestalt. Was mich an der Band
am Meisten faszinierte war die Ausdauer - hab soweit ich mich erinnern
kann noch nie 'ne Band gesehn die so lang auf der Bühne stand!? Cool,
cool, haben ihre Instrumente auf alle Fälle beherrscht und auch wirklich
Spass gemacht!
Näxte Kapelle war dann irgendwas von dem ich nicht wirklich viel
mitbekommen hab. Genauso ging's mir mit der darauf folgenden Frauenband.
Würde aber einfach beides mal ganz arrogant in die Pop / Rock Ecke
stellen, also stellt euch einfach selbst vor welcher Sound zu hören
war! ;o)
Irgendwann mit einiger Verspätung trudelte dann die Newcomer-Boygroup
von DOPESICK ein und legte gleich von Beginn ihres Auftritts an 'nen ordentliches
Grindbrett auf's Parkett. Wieder cooler Auftritt mit groovenden, langsamen,
aber durchaus auch schnellen, prügelnden Parts. Dazu grunzender Gesang
mit dezent eingestreuten klaren Vox und Texten über 'Josef Matula'
und anderen Vorbildern! Haben wieder mächtig Spass gemacht und lecker
zum Tanzen und rumwippen animiert!!
Nach kurzer Pause waren dann DESMAAD an der Reihe und holzten auch
von Beginn an rein. Was um mich rum passierte kann ich leider nicht wirklich
sagen, da ich mit Filmen beschäftigt wurde, aber dem einen oder anderen
Rempler zu folgen wurde durchaus gepogt und getanzt. Die Band selbst gab
auch wieder alles: düsterer, schleppender, teils crustiger HC wechselt
sich mit schnellen Screamo Knüppel Passagen ab. Dazu auch wieder die
genial vergrunzten Cover 'Video killed the radio star' und 'Vaterland'
(von VKJ) und fertig war ein geiler Gig!
Zwei Bierchens weiter dann 'n kompletter, aber dennoch spassiger Stilwechsel:
SKAKALAK, welche (oh Wunder!) Ska zum Besten gaben. Mit lecker Bläsern
und Trommlern auf der Bühne boten sie schnellen, gut tanzbaren Offbeat
mit etlichen MADNESS Einflüssen. Die Meute war am Tanzen, die Stimmung
am Kochen und das Bier am spritzen. Als einziges Manko möchte ich
hier mal die viel zu kurzen Sonx kritisieren, aber wollen wir mal nicht
so sein!
Als nächstes wurde ich dann dazu genötigt einem Kumpel dabei
zu helfen, den Leuten glaubhaft rüberzubringen er sei schwul und ich
sein neuer Lover. Klappte eigentlich nach kurzem Rumknutschen auch ganz
gut und die Reaktionen beliefen sich von ungläubigem Glotzen, über
"Ihr spinnt doch!"-Rufen bis hin zu Glückwunschbekundungen, hehe.
War auf jeden Fall relativ witzig und 'n Grossteil der Leute glaubt anscheinend
immernoch dran!?
Beim Gang durch die Runde fiel dann eine brennende Absperrung relativ
negativ auf, welche erst ausgetreten wurde um danach den Übeltäter
zu suchen und mit ihm dasselbe zu machen. Dieser wurde auch ziemlich schnell
als kleiner, dümmlicher Assi-Proll-Deutschpunk identifiziert und die
näxte halbe Stunde wurde mit gegenseitigem Anfiesen verbracht (zwischen
ihm und einem Mitorganisator), was jedoch ein jähes Ende fand als
ein ziemlich bulliger Typ, dem die Sache wohl zu blöd wurde den Unruhestifter
packte und zwei-, dreimal kreuz und quer durch die Luft schmiss um sich
dann auf seinem Bauch bequem niederzulassen.
Inzwischen war auch schon eine irish Folkband am spielen, welche ich
jedoch mehr oder weniger verpasste. Nach dem Konzert hockten wir dann noch
bis spät in der Nacht im Kurpark und später vorm Fernseher rum,
worauf ich dann irgendwann beim Forrest auf der Couch einpennte (und darauf
hin etliche Stunden lang von seinen zwei Katzen verprügelt wurde!).
Fazit: cooles Open Air mit absolut fairen Preisen, sympathischen und
korrekten Veranstaltern und nur einem sehr geringen Stressfaktor. Werd
ich mir näxtes Jahr auf alle Fälle wieder antun! Na denn, rock
den Regen! |