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// Live-Reviews // Dropdead Hmm, da jagt ein Event das Nächste und ich komm aus dem Konzerte latschen gar nicht mehr raus. DROPDEAD war natürlich auch mal wieder 'n Pflichtkonzert und dafür wurde wieder mal eine beschwerliche, ca. zwei- bis drei-stündige Autofahrt bis nach Stuttgart in's OBW9 in Kauf genommen. Fand das Teil erstmal überhaupt nicht und war dann trotzdem noch viel zu früh da was mich dann dazu veranlasste erstmal 'n Bier zu trinken und mich dann auf die Suche nach was zu Essen zu begeben. Wieder zurück gings dann immernoch nicht los und ich pendelte immer so mehr oder weniger gelangweilt zwischen Kicker, Biertheke und Plattenständen hin und her. Hier mal 'n Match (ich glaub wir verloren so ziemlich jedes Spiel bei dem ich dabei war ...), da mal 'n Schluck und irgendwann, nachdem doch auch erstaunlich viel bekannte Gesichter aus bayerischen Gefilden auftauchten stürmten endlich MY OWN LIES auf die Bühne und ließen es ordentlich krachen. Glaub fast, dass ich über ihren Sound nicht mehr viel erzählen muss: hyperfast Thrashattack mit wildem rumgegröhle, etlichen eingestreuten Breaks und immer dem Fuss auf'm Gaspedal. Waren auch an dem Abend offenbar gut drauf und ballerten was das Zeug hielt. Bekam von ihnen leider nur die Hälfte mit da ich mich noch schnell von zwei besoffenen Punketten beim kickern abzocken lassen musste. Tjaja, tragisches Schicksal welches mich da zuweilen ereilt?! Nach viel zu kurzer Zeit war dann auch schon wieder Schicht im Schacht und die Bühne wurde für die näxte Band geräumt. Und das waren dann die Krusten von der CLUSTER BOMB UNIT, die auch ziemlich bald anfingen ihre Instrumente zu verkloppen. Geboten wurde wildes d-beat Gekruste / HC-Punk mit agressivem, teilweise leicht an DISCHARGE angelehntem Gesang, geradelinig vor sich hinschrammelnde Gitarren mit ab und an eingestreutem Sirenengeheule und politischen Texten. Gingen auch sehr geil ab und da ich sie bis zu dem Zeitpunkt noch nie live sehen konnte war ich auch durchaus zu begeistern, zumal sie es schaffen live wesentlich mehr Power rüberbringen als auf Konserve. Aber auch dieser Gig hatte irgendwann ein Ende und so kam dann die Band wegen der wohl der mit Abstand größte Teil des Publikums gekommen war: DROPDEAD aus den USA. Und plötzlich verwandelten sich die kleinen Räume des OBW9 in einen brodelnden Hexenkessel. Die Band legte los und es ging gleich von Anfang an völlig ab: die Leute sprangen wie wild auf und ab, schnitten Grimassen, veranlassten den Gitarristen zu 'ner netten, kleinen Runde Crowdsurfing, wirbelten ihre Arme durch die Luft und pogten hemmungslos durch die Gegend. Zu diesem ganzen Spektakel prügelte einem die Band ihre Mischung aus Crust, HC bzw. Thrash mit einem derartigen Tempo um die Ohren, dass einem ganz schwindlig werden konnte. Dazu das manische Kreischen des Sängers, der wirklich wahnsinnig psychopathische Gesichtszüge annehmen kann, in der Hitze die ganze Zeit mit hochrotem Kopf in 'ner Bomberjacke spielte und vor nahezu jedem Song politische Statements und Ansagen machte. Ein Hit jagte den anderen und die Stimmung war nur noch am Kochen ... schade, dass auch dieses Konzert irgendwann vorbei sein musste. Noch zu ein paar Zugaben gezwungen und Schluss war ... Hammer Konzert, hammer Bands. Machte mich noch sofort danach auf den Heimweg und kam dann auch irgendwann, eher gegen morgens, völlig fertig bei mir im Bett an. Trotzdem: wer's verpasst hat is selbst schuld und sollte sich mal kräftig in Arsch beißen!!! |