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Dräschfeschd III Nachdem ich das zweite Dräschfeschd leider verpasst hatte wollte ich mir doch zumindest den dritten Teil nicht entgehen lassen, zumal sich ja FEAR OF GOD angekündigt hatten und ich doch schon ziemlich gespannt auf die Grindmasters war. Also irgendwann mittags des 18.10. das Auto gesattelt und den langen, beschwerlichen Weg von Bayern nach Mannheim auf mich genommen. Ich fuhr und fuhr und fuhr ... kam irgendwann nach Stunden in Mannheim an, verfuhr mich und fand dann letztendlich aber doch noch die geheiligten Hallen des JuZ. War irgendwie wesentlich weniger los als beim erschdn Feschd und so richtig voll wurde das eigentlich komischerweise auch den ganzen Abend nicht mehr - eigentlich doch verwunderlich?! Erstmal bißchen durch die Gegend geeiert und mit Oli und dem QUATTRO STAGIONI - Koch geredet. Die erste Band BURIAL hatte ich leider schon verpasst, wären aber wohl so 'ne Japan-D-Beat-Ramme á la BASTARD etc. gewesen. Tja schade, aber vielleicht das näxte mal ... Die erste Band die ich mitbekam waren dann also KENT BROCKMAN. Und die bolzten den Leuten dann wieder ihren lecker 'Crustcoreviolence' der extraklasse um die Ohren. Schön schrammelig, straight forward und immer mitten in die Fresse mit ihrer Mischung aus Crust/HC und Thrash. Alles am zappeln, bißchen am rumspringen und schon kann man lecker Party machen ... Als näxtes kamen dann die französischen SUBMERGE auf die Bühne und die lieferten ein tonnenschweres, zähes Brett ab. Sludgiger, schleppender Hardcore mit 'ner gehörigen Portion Metal. Kam äußerst druckvoll, düster und aggressiv rüber. Immer wieder auch schnelle, prügelnde Passagen, dann aber wieder dieses langsame, vor sich hinkriechende. Schon verdammt geil, auch wenn ich an dem Abend nicht unbedingt auf sowas gewartet hatte. Trotzdem: wer auf schleppenden, metallischen Sound steht wird SUBMERGE lieben! Danach dann DEAD STOP aus Belgien von denen ich jedoch gar nix mehr weiß. Keine Ahnung ob ich die verpennt hab, grad beim essen war oder aus irgendwelchen anderen Gründen nix von mitbekommen hab, auf jeden Fall ist keinerlei Erinnerung an die Band mehr vorhanden. Umso mehr Erinnerung dafür an die holländischen OLHO DE GATO. Hatte schon viel über sie gehört, konnte mich aber noch nicht dazu durchringen mir was von ihnen zuzulegen - und das war eindeutig ein Fehler. Geilstes Crust / HC Geholze mit Grindkante. Immer derb, immer fast as fuck und immer mitten in die verdammte Fresse!! Zwei Sänger, mal wilde Gekreische, dann wieder ein bißchen Gegröhle und deutlicherer Gesang. Dazu noch ein bißchen namedropping gefällig? Ok: es sind der ex-BOYCOT Sänger und der ex-PATARENI Drummer mit am Start - na wenn das mal nix is! Antesten!! Als näxtes standen dann NYCTOPHOBIC auf dem Programm. Hatte ich leider bis dato immer verpasst, dementsprechend musste ich sie mir wenixtens an dem Tag geben. Was soll ich sagen? Erwartungsgemäß gabs geiles, abwechslungsreiches Grindgeballer - mal extrem schnell, dann wieder bißchen langsamer um danach wieder in 'ne Prügelorgie auszuarten. Dazu tiefes Gegrunze, abgewechselt mit grellem Kreischen. Genau so hatte ich sie mir vorgestellt und genauso spielten sie auch ihr Set runter ... schön, schön! Tja, und dann endlich die Band auf die ich eigentlich den ganzen Abend gewartet hatte: FEAR OF GOD, die Schweizer Grindheroen und die rissen mich dann doch auch wirklich vom Hocker. Grrrind as fuck, mit genialen Grooves und Blasts durchtrieben, immer treibend und schnell und sämtliche Leute mitreißend. Abgegangen wie Seuche, dazu coole politische Aus- und Ansagen und auch etliche Hits mit im Programm. Viel bleibt eigentlich nicht zu sagen. Sie schaffen es endlich instrumental auch zusammenzuspielen ohne, dass das jedoch ihren Charme von früher nimmt, denn der Sound kommt noch genauso ehrlich und rau rüber wie vor 15 Jahren. Lässt doch auf 'ne coole neue Platte hoffen!!! Striiike! Den Abschluss des Abends machten dann die Bay Area Thrasher von ASSCHAPEL und die gingen dann auch nochmal ab wie nochwas. Übelstes Geposte mit nackten Oberkörpern, moshenden, haareschwingenden Gitarristen und wie wild durch die Gegend hüpfenden Sänger. Hammer Bühnenshow, haha ... dazu gabs natürlich auch noch Musik und die bolzte sich auch nur so durch die Gegend. Sehr druckvoll und moshkompatibel. Thrashattacke, die durchaus von Bands wie FROM ASHES RISE beeinflusst is, aber trotzdem 'ne ganz eigene Note hat. Schon äußerst geil, auch wenn ein bißchen weniger rumgepose auch nix geschadet hätte, aber was solls - sind ja alle tolerant, ne? hehe ... Alles in allem 'n cooler Abend auch wenns ruhig 'n paar Leute mehr hätten sein können ... einziger Fehler war, dass ich noch in der Nacht wieder heimgefahren bin und dementsprechend erst am näxten Morgen wieder daheim war. Während der Fahrt locker fünf, sechs Dosen übelsten Eiskaffee mit extra Portion Koffein gesoffen und trotzdem immer kurz vorm Einpennen ... naja, trotz allem: lohnender Abend, gerne wieder, dann allerdings vielleicht mit etwas mehr Schlaf! |