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Und mal wieder war es soweit: AMEN 81 waren zu Gast in München,
genauer im Café Marat und stellten dort per Solikonzert (gegen die
Sicherheitskonferenz) u.a. auch ihre neue Scheibe vor. Eigentlich hätten
auch noch LA FRACTION mit von der Partie sein sollen, deren Gitarrist wurde
jedoch kurzfristig krank und musste deshalb alle Konzerte absagen.
Im Marat angekommen erstmal 'n bißchen gegessen und Bier getrunken
was aufgrund relativ später Ankunft unsererseits auch bewirkte, dass
wir die erste Band, FOAS, komplett verpasst. Von draussen waren zwar ein
paar Takte zu hören, allerdings nichts worauf ich jetzt grossartig
näher eingehen könnte - vom Eindruck her wurde eher langsamer
Hardcore gespielt, mal sehen ob ich's näxtes mal früher schaffe?!
Als zweite Band spielten dann die MA'S STARS aus München ihren
vorletzten Auftritt ever und hier ging's wieder gewohnt geil zur Sache.
Schneller Screamo mit viel Emotion, Wut und Verzweiflung. Sehr abwechslungsreich
mit rausgekreischten, aber auch einfach nur gesprochenen Passagen. Auf
alle Fälle auch wieder sehr düster, was durch die Mimik des Sängers
nochmals verstärkt wurde! Sehr schade, dass wieder mal 'ne coole Band
den Geist aufgibt - hätten hier sicher noch sehr viel coole Gigs und
Platten erleben dürfen?!
Als letztes dann AMEN 81 aus Nürnberg. Dürften hinlänglich
bekannt sein: hier gibt's kompromisslosen, aggressiven, crustigen Hardcorepunk
um die Ohren geholzt mit viel Aussage und hohem politischen Anspruch. Aus
welchem Grund auch immer zieht das Marat leider desöfteren etwas "komisches"
Publikum, das z.T. Tanzen mit Kämpfen verwechselt und auch sonst eher
hirntot durch die Gegend prollt und provoziert. So gings auch schon beim
Aufbau der Nürnberger los, dass sie konsequent von 'nem kleinen, besoffenen
Typen beschimpft bzw. genervt wurden. Was zu Anfang mit einem kleineren
Verbalaustausch endete, gipfelte dann darin, dass der Provokateur etwas
unsanft vom AMEN 81 Schlagzeuger darauf aufmerksam gemacht wurde jetzt
doch besser nicht mehr rum zu fiesen. Erledigte sich dann auch so ziemlich
und die Band spielte weiter. Neue Lieder, alte "Klassiker" und die Meute
war erwartungsgemäss lecker am pogen, zumal die Band ihrem Ruf langsamer
zu werden wohl endgültig ein Ende setzen wollte.
Nicht recht viel später kam es dann vor der Bühne zu einigen
Rangeleien was zur Folge hatte, dass 'nem Typen versucht wurde klarzumachen
doch besser etwas weniger gewalttätig zu tanzen. Dieser war allerdings,
besoffenerweise, eher nicht besonders einsichtig, schubste rum, wurde aggressiver
und verteilte dann auch den einen oder anderen eher nicht so angenehmen
Schlag / Tritt. Danach eskalierte die Situation eigenltich relativ schnell:
der Typ sollte rausgeschmissen werden, wehrte sich aber ziemlich stark
mit Armen und Beinen, worauf er von zwei Leuten "fixiert" und somit ruhiggestellt
wurde - was jedoch nicht wirklich viel brachte, so bald die Griffe nämlich
gelockert wurden, lief er weiter Amok. Er wurde nach draussen gezogen was
auf dem Weg dorthin noch etliche Tische und Stühle in Mitleidenschaft
zog und bis da in einer Massenschlägerei endete. Es prügelten
zwei Seiten aufeinander ein, es flogen Flaschen und Zähne und irgendwie
war die Situation nicht mehr wirklich unter Kontrolle. Die Band hörte
zu Recht sofort das Spielen auf und das eher abrupte Ende des Abends war
eingeleitet.
Bleibt nicht wirklich viel zu sagen - wäre wünschenswert
wenn einige Leute mal überlegen würden ob sie denn mit ihrer
Einstellung auf 'nem Punkkonzert wirklich richtig sind und ob sie denn
mit Alk nicht vorsichtiger umgehen sollten, wenn sie ihn denn offensichtlich
schon nicht vertragen?! Dance, don't fight! |