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Punx und Patriotismus. Ein Thema mit dem ich mich bisher eigentlich nie beschäftigt hatte, weil ich eigentlich nie patriotische Punks kennengelernt habe. Ich weiss nicht. Irgendwie ist das doch auch ein Widerspruch in sich. Naja, die meisten Punks sind doch wohl anarchistisch veranlagt und haben einen Hang zum Chaos. Und wenn man sich dann mal unser System hier ansieht, dann fragen ich mich was das denn mit Punk oder Chaos zu tun hat. OK, die Leute haben recht, wenn sie sagen, dass es hier keinem wirklich schlecht geht. Wir leben auch nicht in einem Poliziestaat, wie's manche Bands sich immer so einbilden. Wer sowas sagt ist für mich ganz einfach 'ne Lusche. Ich meine wenn hier wirklich ein Polizeistaat wäre, dann würde hier keiner als Punk rumlaufen und Lieder über die Anarchie singen. Dann würde auch keiner auf die Idee kommen 'ne Demo zu veranstalten oder ein Haus zu besetzten oder einfach überhaupt was gegen's System zu sagen. Also insofern geht's uns glaube ich recht gut. Ich kann mich nicht beklagen. Genauso die Leute, die Deutschland als faschistisches System bezeichnen. Überlegt doch mal! Ihr verharmlost doch damit ganz eindeutig das Dritte Reich. Da wollt Ihr aufrütteln und kommt mit solchen Parolen her und die Jugend denkt sich: "Mann, dann kann's ja unter Hitler gar nicht so schlecht gewesen sein..." Was soll denn das? Denkt doch mal drüber nach bevor Ihr so weinerlich vor Euch hin heult...
Aber wir hatten ja ein anderes Thema. Also, ich denke, dass Deutschland sowas von Bürokratisch ist, das stinkt zum Himmel in die Hölle und wieder zurück. Das ist der Wahnsinn. Es gibt für alles eine Ragel, Verordnung oder ein Gesetz. Wenn der Deutsche sich nicht alles bis in's kleinste Detail vorschreiben und planen lassen kann fühlt er sich nicht wohl. Man muss sogar eine Hausbesetzung anmelden (!). Und für jeden Fliegenschiss gibt es ein Gesetz. Und wenn man um 03°° Uhr nachts bei rot über die Strasse geht weil eh nix kommt und ein Bulle siehts, haste schon wieder Stress am Hals. Dann diese heuchlerische Drogenpolitik. Boah, was wird da über Marihuana gezetert, während man sich seine fünfte Maß reinzieht. Dabei ist Alk viel schädlicher, aber nein was erlaubt ist ist gut und was verboten ist ist schlecht. Oder was hat sich Bayern schon wieder mit den Fixerstuben. Naja, es geht ja auch wirklich nicht, dass die Junkies sauberes Besteck bekommen und sich nicht irgendwelche Rattengifte spritzen. Wär ja noch schöner wenn so ein Abschaum jetzt nicht mal Aids kriegt oder an 'ner Überdosis verreckt. Und wenn die Beschaffungskriminalität zurückgeht, dann hat man ja keinen mehr zum einsperren.
Diese Liste mit Beispielen könnte man bis in's unermessliche weiterführen. Und ich weiss nicht wie hier jemand wirklich stolz drauf sein kann. Dann auch diese heuchlerische Masse. Ihr kennt den Spruch: "Wenn Scheiben klirren schreit ihr, wenn Menschen sterben schweigt ihr."? Ich finde das trifft den Nagel auf den Punkt. Da werden sich die Köpfe über die zunehmende Gewalt der Jugendlichen den Kopf zerbrochen und wenn mal einer was kaputt macht dann bricht gleich 'ne Welt zusammen und die Politiker bzw. die Bundeswehrler greifen währenddessen mal eben irgendwelche wehrlosen Menschen an und metzeln da alles nieder. "Was das war ein Dorf? Wir dachten das war ein Waffenlager. Naja, beim näxten mal dann..." Wow, ich bin stolz auf sowas...ich kotze ganz einfach auf diese heuchlerische Gesellschaft. Was soll das. Und die ganzen korrupten Politiker. Bin mal gespannt was durch die Stasi Protokolle jetzt alles an's Licht kommt.
Ich hasse ganz einfach diese bunte graue Masse. Man darf ausgeflippt sein, aber nur in einem bestimmten Rahmen. Man darf sich mit Directions die Haare färben, man darf sich für 200,-DM piercen lassen, alles kein Problem so lange es kontrollierbar ist. Was aus diesem Rahmen heraussieht, der wird nicht mehr akzeptiert. Wieso? Er ist anders und man hat Angst vor dem Fremden. Wie schon gesagt. Alles muss irgendwie geregelt und genormt sein, sonst geht's den Leuten nicht gut. Aber überall wo's eine Norm gibt, gibt's auch immer welche, die dieser Norm nicht entsprechen und dann droht Ausgrenzung. Sei es jetzt ein Behinderter, ein Ausländer oder ein Homosexueller, egal. Es ist anders und sowas will man nicht haben.
Zum Patriotismus: Man kann nur stolz auf was sein was man selber geleistet hat. Wenn irgendwer stolz darauf ist, dass er nach dem Krieg Deutschland wieder mitaufgebaut hat, dann akzeptier ich das noch geradewegs. Aber wenn irgendwer, der mit der Sache nix zu tun hat und nur zufällig in einem Gebiet geboren wurde, dass eben gerade zu Deutschland gehört, stolz darauf ist kann ich es nicht akzeptieren. Was, wenn irgendein Krieg anders gelaufen wäre, und besagtes Gebiet würde jetzt meinet wegen zu Frankreich gehören. Wärt Ihr dann stolz darauf Franzosen zu sein? Obwohl vielleicht alles gleich wäre? Vorfahren etc.? Ist doch lächerlich. Naja, was solls wenn man sich mit nichts identifizieren kann, weil man nix geschafft hat, ist eben das "Vaterland" die letzte Hoffnung. Und überall wo Stolz ist besteht auch die Gefahr, dass was nicht in das Idealbild passt, auf das man so stolz ist und das wird dann wieder unterdrückt und bekämpft. In diesem, unseren Fall sinds eben Ausländer. Naja, das ist meine Meinung. Wenn irgendwer anderer Meinung ist, dann kann er mir gerne mailen. Ich habe nichts dagegen mit andersdenkenden zu diskutieren. Nur Gewalt lehne ich strikt ab. Es gibt für alles eine Lösung, Gewalt ist keine...