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Und hier also eine weitere "Einführung in den Anarchismus", wobei sich der eine oder andere bestimmt fragt, ob nicht schon genügend solcher Texte existieren!? Nein, beileibe nicht! Es gibt zwar einige Einführungen in den Anarchismus, diese halten wir aber nur für bedingt brauchbar:
Hier hingegen soll es um die zukünftigen Erfolge, um die Eroberung des befreiten Lebens gehen. Und was wir hierfür am aller wenigsten brauchen sind Ikonen, Heiligtümer und Märtyrer. Darum werden wir es anderen überlassen solche aufzustellen. Etwas Anderes zu wollen setzt voraus, dass das was es gibt, nicht dem Gewünschten entspricht. Befreiung beginnt mit Kritik! Was wir nicht wollen, wissen wir sehr genau: denn der Beschiss ist allgegenwärtig. Und erst wenn wir wissen was wir nicht wollen, können wir erahnen was wir wollen. Sich der "besseren Moral" hinzugeben ist purer Unfug: man muss es weder besser wissen, d.h. eine konkrete Vorstellung haben wie es anders ginge, noch anders tun, d.h. "das Himmelreich auf Erden" leben. Solche Dinge überlassen wir gerne den Pfaffen. Zum Dagegen-Sein reicht das, was ist. Und es gibt eine ganze Welt zum Dagegen-sein - also auch eine ganze Welt zu gewinnen. Kritik wird so einen Großteil dieser Einführung einnehmen. Die Vorstellung wie eine zukünftige anarchistische Gesellschaft aussehen könnte bleibt naturgemäß vage. Wir können und wollen nicht Vorstellungen und Bedürfnisse anderer (vor-)bestimmen. Das zeichnet den Anarchismus anderen linken Theorien gegenüber aus: wir basteln uns nicht irgendwelche Strukture, Institutionen und Apparate in unseren Hirnen aus, die dann eo ipso das Heil gebären werden. |